Mendoza

Nach einer kurzen Nacht im Bus mit fast zwei Stunden am Grenzübergang in Argentinien - inklusive zweimal alle Aussteigen für Passkontrolle und so eine Art Handgebpäckprüfung - kamen wir auf die Minute um 5:45 in Medoza an, wo dann die Gepäckausgabe nur sehr schleppend in die Gänge kam. Dank Dominiks Hilfe hatte ich eine frisch aufgeladene argentinische SIM-Karte, dich dann nach erfolgreicher Aktivierung wieder vom Ersatztelefon ins Ersttelefon tauschte.
Erster Gang in der Stadt war dann zum Bargeldholen bei Western Union, wo der Wechselkurs viel günstiger ist als bei Visa. Wieder eine Empfehlung von Dominik und Saskia, ohne die beiden wäre diese Reise nicht so einfach gewesen.
Mendoza ist eine sehr schöne Stadt mit stattlichen Bäumen an den breiten Alleen und schönen Plätzen. Nach dem Frühstück in der Fußgängerzone machte ich mich auf die Suche, wo ich argentinischen Wein probieren könnte. Die Weinhandlungen wollten alle nur ganze Flaschen verkaufen, keine Degustación. Im Museo del Vino erhielt ich den Tipp, das gegenüber das Lokal Bocca eine größere Auswahl offene Weine ausschekt. Ich probierte vom Weingut Las Perdices, 30km südlich von Menoza ein Glas Sauvignon Blanc und ein Glas Balbec zu einer großen Pizza, deren Reste ich mitnahm als Abendessen im Bus.
Schon um 12 ging es weiter auf die lange Fahrt nach Salta. In Brasilien mach der Bus alle 4-5 Stunden Pause an einer Rasstätte, in Argentinien und Chile halten die Busse nur an den Haltestellen zum Ein- und Aussteigen.
Kurz nach Mendoza kamen wir auch schon bei einigen Weinfeldern vorbei. Später war die Landschaft trockener, dann wieder hügeliger und grüner. Es ist schön aus dem Fenster zu schauen, wie die Landschaft vorüber zieht. Nach der kurzen Nacht zuvor werde ich diese Nacht im Bus gut schlafen können.

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